
Im März/April 1958 waren die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der Versorgungsanlagen und zur Aufnahme der Trinkwasserversorgung durch den Wahnbachtalsperrenverband in vollem Gange.
In der inzwischen fertiggestellten Trinkwasseraufbereitungsanlage in Siegelsknippen wurde der Probebetrieb zur Trinkwasserlieferung aufgenommen. Der zur Zwischenspeicherung des Trinkwassers im Gelände errichtete Hochbehälter wurde gereinigt und desinfiziert. Auf der 1. Hauptversorgungsleitung von Siegelsknippen nach Bonn-Gronau wurden Druckprüfungen vorgenommen, der Innenraum desinfiziert und die Bevölkerung darüber informiert, dass sie in naher Zukunft mit Trinkwasser aus der Wahnbachtalsperre versorgt wird.
Am 28. April 1958 fand die feierliche Inbetriebnahme der Versorgungsanlagen des Wahnbachtalsperrenverbandes durch die Herren Ministerpräsident Fritz Steinhoff und Peters, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes Nordrhein-Westfalen, statt.
Festakt zur Einweihung der Wahnbachtalsperre am 28. April 1958
Ministerpräsident Steinhoff und Landwirtschaftsminister Peters bewegen die Schützentafeln der Hochwasserentlastung auf der Krone des Absperrbauwerkes der Wahnbachtalsperre
Ministerpräsident Steinhoff und Verbandsvorsteher Dr.-Ing. Kaiser toasten sich gegenseitig zu
Verbandsvorsteher Dr.-Ing. Franz Kaiser bei der Festansprache
Der Verbandsvorsteher, Herr Dr.-Ing. Franz Kaiser, begrüßte die Anwesenden mit den Worten: „Sie sind heute zu uns gekommen, um mit uns den wichtigsten Tag des Wahnbachtalsperrenverbandes zu begehen, der bereits am Tage der Verbandsgründung im Jahr 1953 als unser Ziel galt.“
Nach einem Rückblick auf die bei Errichtung der Verbandsanlagen bisher erbrachten Leistungen im Umfang von 47 Mio. DM wies Dr. Kaiser auf die weiteren, vom Verband zu erfüllenden Aufgaben hin: „Es stehen noch 40 km Rohrleitungen mit Pumpwerk und Speicherraum von 16.000 m³ für die Landgemeinden in weiteren Gebieten des Siegkreises und im Landkreis Bonn aus."
Der Vorsteher beendete seine Ansprache mit einem Blick in die Zukunft: „Möge der Wahnbachtalsperrenverband alle seine Aufgaben in den kommenden Jahren, aber auch noch in Jahrzehnten, zur Zufriedenheit aller, die er versorgt, erfüllen und stets regen Anteil an einer gesunden Entwicklung dieses Landes haben, damit ihm zu jederzeit das Urteil zuteil werden:
Hier wurde gut und richtig geplant, aber auch gebaut!"
Fertiggestellte Herdmauer im Gründungsbereich des Talhanges
Fertig ausgerüstetes Kreuzungsbauwerk von Grundablaß- und Herdmauer-Kontrollstollen
Geschäftsführer Siegfried Schilder (1. von links) und Verbandsvorsteher Dr.-Ing. Franz Kaiser (3. von links) am 28. April 1958 bei der Inbetriebnahme der Anlagen durch Ministerpräsident Steinhoff (4. von links) auf der Krone vom Staudamm