
Das vom Wahnbachtalsperrenverband gelieferte Trinkwasser wird ausschließlich auf der rechten Rheinseite gewonnen und aufbereitet. Es wird mit den drei Hauptversorgungsleitungen in die linksrheinischen Versorgungsgebiete transportiert.
Die drei Kreuzungen des Rheinstroms wurden jeweils mit der Verlegung der Hauptversorgungsleitungen als so genannte Rohrleitungsdüker hergestellt.
Rheinkreuzungen im Zuge der drei Hauptversorgungsleitungen von Siegburg-Siegelsknippen nach Bonn
1. Rheindüker Bonn-Süd bei Strom-km 652,1 (verlegt 1956)
Ansenken des 1. Rheindükers aus einzelnen, durch Kugelgelenke miteinander verbundenen Rohrleitungsabschnitten von ca. 40 bis 52 m Einzellänge und 800 mm Durchmesser von einem Verlegeschiff in Höhe von Bonn-Gronau, etwa bei Rheinstrom-km 652, ohne Unterbrechung des Schiffverkehrs auf dem Strom. Stromauf ankert der Schwimmbagger mit einem Schlepper und einer Klappschute zum Rücktransport des im Strombett aus der Dükerrinne ausgebaggerten Kiesmaterials
2. Rheindüker Bonn-Nord bei Strom-km 658,5 (verlegt 1965)
Der aus je zwei miteinander verbundenen Wasserleitungsrohren von 800 mm Durchmesser und Kabelschutzrohren auf einer Abrollbahn mit einer Hilfsbrücke über die parallel zum Rhein fließende Sieg auf der rechten Rheinseite fertig montierte Doppelrohrdüker in einer Länge von rund 340 m im Zuge der zweiten Hauptversorgungsleitung nach Bonn-Graurheindorf vor dem Einziehen in die ausgebaggerte Stromrinne
3. Rheindüker bei Strom-km 651,9 81982)
Die Fertigung des 3. Rheindükers im Zuge der dritten Hauptversorgungsleitung während niedriger Stromwasserstände im Sommer und Herbst 1982 wird mit den folgenden Bildern dokumentiert. Dabei handelt es sich um eine gemeinschaftliche Rheindükerverlegung des Wahnbachtalsperrenverbandes und der Ruhrgas AG (Zwei Wasserleitungsrohre von 800 mm Durchmesser und je zwei Gashochdruckleitungsrohre von 400 mm Durchmesser zuzüglich der zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht montierten Kabelschutzrohre).
Querschnitt durch die Abrollbahn des Rohrleitungsdükers auf der rechten Rheinseite mit den in vier Reihen nebeneinander angeordneten Ablaufwagen für die darauf abgesetzten je zwei Dükerrohre für Wasser (DN 800 Durchmesser) des Wahnbachtalsperrenverbandes und für Hochdruckgas (400 mm Durchmesser) der Ruhrgas AG sowie befestigten Kabelschutzrohren.
Gerüst am rechten Rheinufer in Bonn-Beuel zum Aufbau des aufsteigenden Dükerendes am linken Rheinufer für den zweifachen Doppelrohrdüker, bestehend aus je zwei Wasserleitungsrohren von 800 mm Durchmesser des Wahnbachtalsperrenverbandes (rechts) und zwei Hochdruckgasrohren von 400 mm Durchmesser der Ruhrgas AG in Essen. Die auf dem Umfang der Rohre aufgebrachte Holzverlattung und der darüber hergestellte Betonmantel dienen dem Schutz der Dükerleitungen.
Schematische Darstellung des Einziehvorganges für den 3. Rheindüker