

Bild links: Daphnien (Blattfußkrebse/Cladocea) filtrieren kleine Algen aus dem Wasser
Bild rechts: Ein Blattflußkrebs (Cladocera) aus der Gattung Bosmina
Ein Vertreter der Rädertierchen (Rotatoria)
Form und Größenunterschiede des Zooplanktons
Mit Hilfe ihres Räderorgans bewegen sich die Rädertiere (Rotatorien) durch das Wasser und strudeln dabei kleine Nahrung ein. Viele von ihnen besitzen Panzer mit Stacheln und Dden Blattfußkrebsen wie z.B. Dornen (Kellicottia, Keratella), die der Abwehr von Räubern dienen sollen. Bei den Blattfußkrebsen wie z.B. Bosmina und Daphnia bilden die Beinpaare zwischen den Körperschalen einen komplizierten Filterapparat aus, mit dem sie auch kleinste Algen aus dem Wasser sieben. Das zweite Antennenpaar fungiert hier als großes beinartiges Ruder- und Schwimmorgan. Die Beine von Cyclops (Ruderfußkrebs) und dem Raubwasserfloh Leptodora dienen dem Ergreifen von größeren Beuteorganismen (z.B. Wasserflöhen).
Dem Zooplankton kommt bei der Regulierung der Größenstruktur der Algen eine bedeutende Rolle zu. Indem viele Zooplankter (z.B Wasserflöhe = Daphnien) bevorzugt kleine Algen (2-30 Mikrometer lang) filtrieren, bleiben überwiegend die größeren Algenarten übrig. Diese können bei der Wasseraufbereitung leichter eliminiert werden. Werden diese filtrierenden Zooplankter jedoch von Friedfischen im großen Ausmaß gefressen, können sie die Größenstruktur der Algen nicht mehr kontrollieren. Als Folge davon herrschen dann die für die Trinkwassergewinnung unerwünschten kleinzelligen Planktonorganismen vor. Durch Besatz mit Raubfischen kann der Einfluss der Friedfische wieder reduziert werden (Biomanipulation).